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Sep
02

Hannbergs Uganda-Reise im Juni 2012

Wir waren gekommen, um Batterien zu installieren. Gegangen sind wir mit tollen Erfahrungen, neuen Freundschaften im Gepäck und der Gewissheit, dass es in Uganda schwieriger als in Deutschland ist, Termine einzuhalten. 

Sieben Freiwillige aus dem Seebachgrund, eine Mission: 24 Batterien für die Solaranlage des Bürogebäudes von Caritas Maddo in Masaka.  Am 6. Juni flogen wir im Auftrag des Pfarrgemeinderatsausschusses „Mission Entwicklung und Frieden” (MEF)  nach Uganda.  Bereits Ende 2011 hatten wir bei dem österreichischen Hilfswerk “Miva Austria” die Batterien bestellt. Knapp 14.000 Euro Gesamtkosten für Herstellung und Logistik. Das Geld war von Gemeindemitgliedern und MEF gespendet worden. Über BBM, den Beschaffungsbetrieb von Miva, wurden die Batterien verschifft. Entsprechend der geschätzten Lieferzeit haben wir auch unsere Flüge nach Uganda gebucht, um bei der Installation vor Ort zu sein.  Leider machten uns die Überfüllung des Hafens von Mombasa und die langwierigen Zollverhandlungen in Kampala einen Strich durch unsere Planungen.


Wir kamen in Uganda an und mussten uns der Bürokratie beugen. Leider gab es keine Zollabwicklung der Batterien während der zehn Tage unseres Aufenthaltes. Zumindest konnten wir bereits ein wenig Vorarbeit leisten, die alten und defekten Batterien im Bürokomplex von Caritas Maddo zu entsorgen und die komplette Anlage zu prüfen. Wir vermittelten entsprechende Techniker, die erst jetzt, mehr als zwei Monate nach unserer Abreise die Batterien fachgerecht installieren konnten. Neun Monate nach unserer Bestellung bei “Miva Austria” verrichten die Batterien somit endlich ihren Dienst. Das gesamte Personal von Caritas Maddo ist glücklich, nun mit einer kontinuierlichen Stromversorgung arbeiten zu können. Das Gebäude ist zwar am städtischen Stromnetz angeschlossen, doch mehrstündige Ausfälle bestimmten die Tagesordnung bisher. Bischof Kaggwa wird in den kommenden Wochen die Batterien segnen.

Allein die Organisation und Gespräche für die Batterielieferung haben während unseres Aufenthaltes etwa zwei Tage gedauert. In der restlichen Zeit hatten wir die Chance, die Projekte zu besichtigen, die die Pfarrei Hannberg seit etwa 1998 unterstützt. Zeit, um neue Freundschaften zu schließen, Kontakte mit anderen Helfern aus Europa aufzubauen, aber vor allem die bestehenden Freundschaften zu stärken und Wissen und Erfahrungen auszutauschen.
Pfarrer Peter Ssenkaayi und Pfarrer Aloysious, die uns in den vergangenen Jahren bereits vier Mal in Hannberg besucht hatten, begrüßten und bewirteten uns mit überschäumender Gastfreundschaft. „Unglaublich, wie viel Zeit und Arbeit die Menschen hier für unseren Besuch investieren“, betonte Georg Lunz, einer der Reiseteilnehmer nach seiner Rückkehr. „Das traditionelle Gericht, Matoke (Kochbananen) war sehr lecker,“ schwärmt Lunz noch jetzt. Sein Zuhause glich vor der Abreise nach Uganda einer kleinen Lagerhalle für Geschenke. 14 große Reisekoffer haben wir in seiner Wohnung gefüllt mit Sachspenden von Freunden und Bekannten. Mehr als hundert gebrauchter Brillen, ein halbes Dutzend komplette Trikotsätze von Vereinen aus der Umgebung. Spielsachen. Kinderkleidung. Schulmaterial. Fußbälle. Ein großes Holzkreuz und eine Marienfigur. Die Dankbarkeit der Beschenkten in Uganda war unbeschreiblich.

In den kommenden Wochen folgen hier Einzelberichte zu den unterschiedlichen besuchten Projekten.

Hier die weiteren Reiseteilnehmer mit einem ersten resümierenden Satz  kurz nach Ihrer Ankunft daheim:

Jochen Kirsch: „Es ist völlig anders als bei uns. Wir haben viel Trauriges erlebt. Zum Beispiel die Armut vieler Familien, die ihren Kindern kein Geld für das Schul-Essen zahlen können.“
Martina Ritzer: „Es war anstrengend. Aber obwohl wir oft kein fließendes Wasser oder Strom hatten, habe ich mich dank der großen Gastfreundschaft immer wohl gefühlt. Das war alles ergreifend und eine ganz tolle Erfahrung.“
Marga Lauer: „Es ist beeindruckend, wie die Hilfe und Unterstützung aller Bürger aus der Pfarrei Hannberg  in Uganda Früchte trägt.”
Baptist Winkelmann: „Ich werde nie die strahlenden Augen der vielen lachenden Kinder vergessen. Es war ein sehr bewegendes Erlebnis, das mich und jeden zum Nachdenken bewegt hat.“
Rudolf Herbig: Nach diesem Besuch erscheinen mir meine eigenen Wertmaßstäbe wieder in einem neuen Licht.“

1 Kommentar

  1. Bischof Kaggwa segnet Hannberger Solar-Batterien für Caritas Maddo » InUganda sagt:

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